02.04.2014

Einigung über Bebauungsplan für neue Bundesbank-Filiale auf der Stadtkrone Ost

Die Deutsche Bundesbank und die Stadt Dortmund haben sich auf einen Bebauungsplan für die neue Bundesbank-Filiale im Großraum Rhein-Ruhr auf der Stadtkrone Ost verständigt. Das vorhabenbezogene Bebauungsplanverfahren für das Gewerbegebiet Marsbruchstraße/Bundesbank Dortmund steht kurz vor dem Abschluss. Die Verwaltung der Stadt Dortmund hat den erforderlichen Satzungsbeschluss durch den Rat der Stadt Dortmund in die Wege geleitet. Die abschließenden Beratungen in den politischen Gremien sind für Anfang Mai geplant. „Die Anforderungen einer Notenbankfiliale sind sehr komplex. Der Bebauungsplan ist somit maßgeschneidert. Wir haben ihn in enger Zusammenarbeit mit dem Projektteam der Bundesbank erarbeitet und freuen uns nun auf die Umsetzung“, so Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund.

Auf dem 79.000 m² großen Grundstück auf der Stadtkrone Ost werden vier Gebäude entstehen: Ein Hauptgebäude mit einer Großkundenkasse für die Bargeld-Geschäfte mit den Wertdienstleistungsunternehmen, ein vorgelagertes Gebäude mit einer Schalterhalle, in der Bürger zum Beispiel alte D-Mark-Bestände in Euro tauschen können, und zwei kleinere Gebäude. „Wir setzen in der neuen Filiale auf modernste, automatisierte Technik und optimale logistische Prozesse. Davon profitieren vor allem unsere Großkunden. Sie haben großes Interesse an einer schnellen und sicheren Abwicklung ihrer Ein- und Auszahlungen“, sagte Carl-Ludwig Thiele, der im Vorstand der Bundesbank für das Kerngeschäftsfeld Bargeld zuständig ist.

Das beauftragte Architekturbüro agn Niederberghaus räumt der städtebaulichen Integration des Vorhabens einen hohen Stellenwert ein. So werden Bepflanzungen zu dem im städtebaulichen Rahmenplan vorgesehenen „grünen Stadttor“ beitragen. Ein Wassergraben rings um die Liegenschaft wird als Feuchtbiotop angelegt. Das Dach des Hauptgebäudes erhält eine extensive Begrünung und eine über 5.000 m² große Photovoltaikfläche. Eine Geothermie-Anlage dient der Wärme- und Kälteversorgung.

Im Frühjahr 2015 wird die Bundesbank den Bauantrag für das Projekt stellen. Die Fertigstellung der neuen Filiale ist für Ende 2018 geplant. „Bei einem derart komplexen Projekt geht Qualität vor Schnelligkeit“, sagte Thiele. Nach der Eröffnung der neuen Filiale werden die bisherigen Filialen Bochum, Düsseldorf, Essen, Hagen und die heutige Dortmunder Filiale am Hiltropwall schrittweise in der neuen Filiale vereint. „Vom Bundesbank-Standort Düsseldorf wird allerdings nur das Bargeldgeschäft mit rund 70 Beschäftigten nach Dortmund verlagert. Der Sitz der Hauptverwaltung in Nordrhein-Westfalen und die Fachstellen der Bundesbank-Zentrale bleiben mit rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort Düsseldorf erhalten“, betonte Margarete Müller, Präsidentin der Bundesbank-Hauptverwaltung in Nordrhein-Westfalen.

BILDUNTERSCHRIFT: Margarete Müller, Präsidentin der Bundesbank-Hauptverwaltung in NRW, OB Ullrich Sierau, Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele und Architekt Bernhard Busch stellen die Pläne für die neue Filiale auf der Stadtkrone Ost vor. (v.l.)  Foto: Stefanie Kleemann